Rohbau - Offizieller Baubeginn ist der 6.12.1999

Offizieller Baubeginn ist der 6.12.1999

Zuerst wird die Grube für die Garagenbodenplatte ausgehoben. Danach werden Steine aus dem Abbruch als Untergrund eingebracht. Damit vergehen 2 Wochenenden. Jetzt kann die Baufirma mit der Erstellung der Bodenplatte beginnen. Kies, Kies und nochmals Kies verschwinden in der Grube, aber endlich ist die Platte fertiggestellt. Das war eigentlich als letzte Aktion für 99 gedacht.

Aber da ist noch eine Woche Urlaub übrig vor Weihnachten, und dann muß das fette Essen von den Feiertagen abgearbeitet werden. Während andere zwischen Weihnachten und Neujahr nichts mit sich anzufangen wissen, sind wir verrückt genug, auch noch mit der Einfahrt anzufangen. Damit werden insgesamt über 110 m² Boden 50 cm tief ausgehoben und mit Steinen bedeckt. Ja, auch wenn's mal ein bißchen schneit, die Bauherrin wird schon noch einen Platz für die Steine finden. Und weil's immer noch nicht genug ist, kann man die restlichen 30 cm gleich mit Betonrecycling auffüllen. Die Firma Muschka liefert auch zwischen den Feiertagen pünktlich.

Ein Container nach dem anderen wird geliefert, ein Haufen nach dem anderen breitgeschippt. Insgesamt machen wir 34 Tonnen Recycling breit, aber irgendwann war auch dies geschafft.

Januar 2000

Das neue Millennium beginnt mit Regen und Sturm - und ich habe die Garage bei Overmann schon abgerufen. Der Liefertermin steht fest und läßt sich nicht mehr verschieben. Dazu kommt noch der Aufbau in Selbstmontage. Die Lieferwoche beginnt mit Sauwetter, aber Petrus hat ein Einsehen und läßt ab Dienstag-Mittag die Sonne scheinen. Genau in dem Augenblick, als die Lieferung eintrifft. Alle möglichen Stahlteile werden von den Fahrern vorsortiert auf der Bodenplatte abgelegt. Die Montage kann beginnen. Jede Windbö scheint die Arbeit zum Scheitern zu bringen. Mit 2 Leuten kann man nicht 3 Stahlwände halten und noch weitere dazu stellen.

Ich rufe meinen Schwager zu Hilfe, und ein Nachbar kommt vorbei und faßt unaufgefordert mit an. Endlich lassen sich die Wände zusammenfügen, ohne dass man Angst haben muß, mit ihnen in den Himmel abzuheben. Mein Rat für alle Selbstmontierer einer Stahlblechgarage ist: Lieber auf ruhiges Wetter warten, als alles noch mal demontieren zu müssen, weil es aussichtslos ist bei Wind zu arbeiten. Am nächsten Morgen stehen die Wände trotz Sturm in der Nacht noch und die Montage der Decke beginnt. Wegen eines dummen Fehlers müssen wir die Decke noch mal abschrauben und ein zweites Mal befestigen. 2 Stunden Arbeit umsonst als Lehrgeld gezahlt.

Aber mit den letzten Sonnenstrahlen sind wir fertig. Die Garage steht bis auf ein paar Kleinigkeiten. Und ich kann's kaum glauben, an den nächsten Tagen gibt's Schnee- und Regenschauer mit Sturm, danach zur Krönung noch Tiefsttemperaturen um minus 18 Grad. In 3 Wochen gab es eineinhalb schöne Tage, genau die hatte ich zur Garagenmontage. Ich muß es mir irgendwie verdient haben oder sowas in der Art. Die abgebildete Inneneinrichtung ist noch etwas spartanisch, ich wollte hier auch nur den Innenaufbau zeigen. Zu sehen ist etwa die Hälfte der gesamten fläche von ca 48 m².

Genug der Garage, jetzt wird's ernst. Das stürmische, regnerische aber doch ansonsten milde Wetter läßt es der Fa. Altmann zu, im Auftrag von Hebel-Haus mit den Gründungsarbeiten zu beginnen. Zuerst werden die Schützengräben (natürlich muß es Streifenfundamente heißen) ausgehoben. Das linke Bild zeigt den Ursprungszustand der Wiese zum Vergleich.

Dann werden die Fundamente gegossen. Ups, da war doch irgendwas vergessen worden. Na macht nichts, das kann später bereinigt werden. Jetzt wird Mutterboden gegen Kies getauscht.

Februar 2000

Der Kälteeinbruch bringt eine Woche Baustellenruhe. Aber die Aufmauerung und Verfüllung mit Kies hat die Baufirma vorher noch geschafft. Anfang Februar dann ein Wärmeeinbruch. Schon wieder ist Petrus auf meiner Seite. Nur 1948 war es in den letzten 100 Jahren schon mal so warm wie jetzt. Damit kann dann am 1.2.2000 die Bodenplatte gegossen werden.

24. Februar. Die ersten Steine sind geliefert, die Abdichtschlämme sind gestrichen - es riecht nach viel Arbeit. 25 Paletten Steine plus Treppe und Säge stehen jetzt auf der Bodenplatte.

Am Tag darauf kam der Vorführmeister, da wurden die erste Steine gemauert (die Ecken und der Treppenansatz). Zum Wochenende werden frühlingshafte Temperaturen erwartet, sieht so aus, als ob es richtig losgehen könnte.

Am ersten Tag wurden die Ecken angelegt, am zweiten Tag die erste Reihe vervollständigt und darauf noch mal Dichtschlämme gestrichen. Weil alles so schnell getrocknet war, konnte an den Ecken weitergearbeitet werden.

Der dritte Tag bringt frühlingshafte Temperaturen und einem Picknick im Grünen (natürlich auf der Baustelle) steht nichts im Wege.

Weil das mit der Treppe so kompliziert erscheint, habe ich das Muster im Bild festgehalten.

Aber es gibt ja noch gerade Hauswände, und die sind mit den großen Steinen so schnell errichtet, dass man am Ende des dritten Tages bereits aus den Fenstern schauen kann.

Von den ca. 800 gelieferten Steinen sind so an einem Wochenende etwa 200 verarbeitet. Wenn das so weitergeht, wird morgen der Umzugsservice bestellt.

Nachtrag aus dem März - Die Treppe ist doch nicht so kompliziert wie's schien. Beweis:

März 2000

Wer kennt den Unterschied zwischen Bergsteigen in Nepal und dem Bau eines Hebel-Hauses:

Im Himalaya braucht man vier Träger für Sachen von einen Mann, wir brauchen vier Mann in Arbeitssachen für einen Träger.

In den gerade Wänden sind aber auch Fenster und Stürze. Solcherlei Nebensächlichkeiten brauchen Zeit.

Ich habe am 24.2. zwar den ersten Stein gesetzt, trotzdem wird die eigentliche Grundsteinlegung erst möglich, wenn der Platz für den Stein unter der Treppe gemauert ist. Am 4.3. ist dann die formelle Grundsteinlegung.

Die Innenwände kommen als Letztes dran. Jetzt sieht es fast so aus wie auf dem 3D-Bild vom Entwurfsprogramm.

Am 17.3. kommt die Decke. Das Problem besteht darin, dass die Platten so gelegt werden, wie sie auf dem LKW liegen und nicht gleichmäßig nacheinander.

Zum Ende des Erdgeschosses muß noch der Ringanker und die Fugen vergossen werden. Dazu sind 3 Kubikmeter Beton und jede mögliche Hand erforderlich. Der Gasbeton saugt förmlich das Wasser aus dem Beton.

Ab jetzt gehts an's Obergeschoß. Nachdem die neuen Steine geliefert wurden, kommen 2 Reihen für den Drempel auf die Decke und danach ist schon wieder ein Ringanker zu betonieren. Ca. 250 Eimer mit Beton müssen hinaufgeschleppt werden. Damit und mit den aufsteigenden Wänden nimmt das Obergeschoß jetzt schon Gestalt an. (Rechts ein Foto von April)

April 2000

2 Aprilscherze sind mindestens einer zuviel. Das Zumauern der Tür von der Jüngsten, so daß nur noch ihre Puppen durchpassen, fand ich ja noch spaßig, aber mein Beinbruch an diesem Tag war irgendwie nicht so komisch. Dafür hatte ich aber fleißige Helfer, die die Giebel ausmauern und damit den Termin 14. April 2000 für den Dachstuhl halten. Nachdem die Pfetten per Kran gesetzt sind, leisten die Zimmermannslente gute Arbeit und halten zum Ende den Richtspruch von hoch oben.

Am 14.4.2000 steht der Dachstuhl mit Richtkranz - das ist einen Monat eher als geplant.

Den letzten Nagel schlägt die Bauherrin ein und tut sich damit doch ziemlich schwer.

Nach dem Aufbringen der Unterspannbahn ist das Dach nun wettergeschützt und das Haus sieht aus wie ein richtiges Haus.

So der Rohbau geht mit der Dacheindeckung bald zu Ende - Inzwischen freue ich mich schon auf den Innenausbau beginnend ab Mai 2000

Mai 2000

Die letzten Rohbauarbeiten finden dann im Mai 2000 statt. Durch den Beinbruch verzögert sich das Baugeschehen etwas. Zuerst wird die Unterspannbahn mit Konterlattung aufgebracht. Nach dem Latten wird dann das Dach gedeckt, hierför sind bei ca 2000 Dachsteinen doch ein paar mehr Leute notwendig. Aber eine Schlange bilden haben wir schon immer gekonnt.

Die Dachsteine werden zuerst nur hingelegt und erst später ausgerichtet und befestigt. Das schräg geschnittene Vordach hält dabei die meiste Arbeit parat. Aber dann ist es geschafft und das Dach dicht.

Am 24.05. kommt der Herr vom Bauamt und macht die Rohbauabnahme. Keine Beanstandungen und wir brauchen das Haus nicht abreißen und neu bauen.

Einen Tag später wird der Außenputz aufgebracht und das Gerüst abgebaut. Damit sieht das Haus jetzt von Außen fertig aus und keiner sieht die Arbeit die noch im Innern steckt. Aber schön sieht's aus so frisch geputzt.

Damit ist der Rohbau geschafft und es geht weiter mit dem Innenausbau.